Die Geschichte von Commit München geht zurück auf das Jahr 2003, als Jan Siegmeier während eines Studienaufenthaltes im schottischen Edinburgh an einem Freiwilligenprojekt in Uganda teilnahm. Inspiriert von der Idee einer partnerschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit, gründete er zurück in München gemeinsam mit Gleichgesinnten den gemeinnützigen Verein Commit to Partnership.

Ueber_Commit

Von anfänglich fünf Personen wuchs die Anzahl der Vereinsmitglieder auf insgesamt 170 Menschen an. Davon engagieren sich heute circa 30 Menschen aktiv am inhaltlichen und organisatorischen Vereinsleben.

Bis 2010 konzentrierte sich unsere Arbeit hauptsächlich auf die Projektarbeit im Ausland. Commit München setzte zwischen 2003 und 2010 jedes Jahr mehrere Projekte um, unter anderem in Uganda, Kenia, Sierra Leone, Indien und Nepal.

 

Im Verein reifte sukzessive die Einsicht, dass eine nachhaltige Veränderung globaler Abhängigkeits- und Ausbeutungsstrukturen durch eine Veränderung des Denkens und Handelns in lokalen Kontexten westlicher Industrienationen stattfinden muss. Daraufhin wurde die Auseinandersetzung mit globalen Themen an deutschen Schulen im Rahmen des pädagogischen Konzepts Globalen Lernen zu einem zentralen Teil des Selbstverständnisses.

Geschichte

Der Projektzyklus wurde 2010 nach langen Reflexions- und Aushandlungsprozessen innerhalb des Vereins als auch in Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen in den Projektländern beendet.

Das anfängliche Ideal einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf Augenhöhe konnte nicht realisiert werden.

Die Emanzipation von den Projektpartnerschaften im außereuropäischen Ausland war ein bewusster Schritt und zudem die notwendige Folge eines jahrelang andauernden Prozesses, der von gründlichen, reflektierten Überlegungen und vielen kritischen Diskussionen geprägt war.

 

Heute führen wir interaktive Schulworkshops und Seminarwochen in München durch. Wir widmen uns Globalisierung und zum nachhaltigen Umgang mit der Welt in München durch. Unser Handlungsbedarf hört nicht an den Stadtgrenzen Münchens auf, vielmehr stoßen wir mit globalem Blick die lokalen Handlungsmöglichkeiten an. Wir regen junge Menschen an, ihr eigenes Handeln als Teil der globalen Verstrickungen zu hinterfragen. Wir ermutigen unsere Workshop- und Seminarteilnehmenden dazu, eigene Stereotype sowie Bilder von (der) Welt zu dekonstruieren. Commit München stellt sich dem herausfordernden Prozess des eigenen weißseins*. Auch die Vernetzung mit Bündnispartner*innen zu Themen der sozialen, ökologischen und politischen Transformation, des Andersmachens und Neudenkens von Zusammenleben spielen eine wichtige Rolle für unser Wirken.

EducationPower

Die Globale Bildungsarbeit ist eine machtkritische Bildungspraxis, die den pädagogischen Rahmen für unsere Arbeit spannt. In diesem Rahmen interagieren wir, aus diesem Rahmen treten wir aber auch hin und wieder hinaus, bewegen uns in neue Richtungen, kommen zurück, sind in Bewegung,  um mit Selbstkritik und analytischen Fragen auf vorhandene Konzepte  und Praxen zu blicken.

In diesem Diskurs begegnen wir auch Ideen der transformativen Bildungsarbeit und den Ansätzen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Die Vision von Commit München inspirierte Studierende in anderen Städten sich in der Globalen Bildungs- und Entwicklungszusammenarbeit zu engagieren. Zwischen 2005 und 2009 wurden unter dem gemeinsamen Namen Commit eigenständige Vereine in Augsburg, Berlin und Dresden gegründet.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist Commit München die einzige aktive Gruppe im Comm-i-versum.

Wir gehen innovative, inspirierende und mutige Schritte – gemeinsam praktizieren wir Diversität.  COMMIT uns.

 

 


 

* Warum schreiben wir weißsein klein?

Erfahre Hier mehr über unser Verständnis von BILD|SPRACHE.