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Stadtrundgänge

Postkoloniale Spuren in München

Die Philosophie hinter den Stadtrundgängen

Ziele dieses Projektes sind die kritische Aufarbeitung europäischer und deutscher Kolonialvergangenheit und die Auseinandersetzung mit rassistischen Strukturen unserer Gesellschaft.

Indem wir unsere heutige Gesellschaft auch als eine postkoloniale Welt begreifen, öffnen wir den Blick für unsere historische, aber auch gegenwärtige Verantwortung. 

Gemeinsam reflektieren wir unsere Perspektiven und erproben Handlungsmöglichkeiten, die Rassismus im Heute und in der Zukunft bekämpfen und reduzieren. Damit möchten wir Bürgerinnen und Bürger ermutigen, hier in München durch ihr eigenes Wissen und Handeln Alltagsrassismus zu bekämpfen und zu Vielfalt und Gerechtigkeit aktiv beizutragen.

Der Ablauf der Stadtrundgänge

In den postkolonialen Rundgängen durch München gehen wir mit euch auf Spurensuche zu Orten, an denen Kolonialismus und Postkolonialismus sichtbar sind. Wir stellen uns die Frage, wie wir als (Stadt-) Gesellschaft mit solchen kolonialen Spuren umgehen und umgehen möchten. 

Was hat die deutsche Kolonialgeschichte mit unserem Alltag heute zu tun? 

Viele unserer Vorstellungen oder unser Konsumverhalten sind bewusst oder unbewusst beeinflusst von Begegnungen mit der „Neuen Welt“.

Wir werfen den Blick auf weltweite Verflechtungen und lokale Spuren, auf damals und heute, auf Unterdrückung und Widerstand. Mit interaktiven Methoden erschließen wir uns koloniale Geschichte und koloniales Denken. 

“Postkoloniale Spuren in München” ist ein interaktiver Workshop + Rundgang und dauert in der Regel 4-5 Stunden. Du kannst das Angebot für eine geschlossene Gruppe buchen oder aber an einem öffentlichen Rundgang in einer gemischten Gruppe teilnehmen. 

Unsere nächsten Stadtrundgänge:
Erinnerungskultur und koloniale Gewalt: Indigene Perspektiven im Mittelpunkt

Erinnerungskultur und koloniale Gewalt: Indigene Perspektiven im Mittelpunkt

20. Juli 2026 - 26. Juli 2026    
19:00 - 20:00
Die Mubuka-Initiative, in Kooperation u.a. mit Nord Süd Forum München e.V. und Commit e.V., herzlich ein zu der Veranstaltungsreihe zum Thema "Erinnerungskultur und koloniale Gewalt: Indigene im Mittelpunkt". Von 20. bis 26. Juli besteht die einzigartige Gelegenheit, tief in die Fragen von kolonialer Gewalt in München, indigener Selbstbestimmung und Klimagerechtigkeit einzutauchen. Unser Gast ist Maurille Jeritz Jacinto Gomes Kukama, eine indigene Aktivistin und Geschichtslehrerin aus dem brasilianischen Amazonas. Sie ist Nachfahrin des indigenen Volkes der „Miranha“ und arbeitet zu kolonialen Kontinuitäten und dem Widerstand der Frauen. Erinnerungskultur und koloniale Gewalt - Indigene Perspektive im Mittelpunkt Wir werden uns in dieser Veranstaltugsreihe mit der kolonialen Geschichte in München aus einer heutigen indigenen Perspektive beschäftigen bzw. diese neu rahmen und Räume für eine selbstbestimmte Erzählung schaffen. Im Zentrum steht die Begegnung mit Maurille Jeritz Jacinto Gomes Kukama, einer indigenen Akteurin und Geschichtslehrerin aus dem Amazonas, die familiär mit der Miranha-Geschichte verbunden ist, sich aber bewusst als Kukama positioniert. Unser Programm verfolgt damit eine narrative und erinnerungspolitische Neuorientierung. Es macht sichtbar, dass indigene Identitäten komplex, mehrschichtig und selbstbestimmt sind und nicht durch europäische Zuschreibungen vereinfacht werden dürfen. Zugleich greift es die Geschichte des 1820 nach München verschleppten Miranha-Mädchens auf und stellt die Frage, wie koloniale Gewalt, Auslöschung von Namen und fremde Repräsentation bis heute nachwirken. Dazu zählen Themen wie Klimagerechtigkeit, das Konzept des Körper-Territoriums, die Rechte der Natur, kollektive Resilienz sowie indigene Perspektiven, die über westlich geprägte Gesellschaftsmodelle hinausweisen. Maurille wird bei allen Veranstaltungen in verschiedenen Perspektiven von ihrer Arbeit und ihrem Aktivismus berichten und für Diskussionen zur Verfügung stehen. Über die Mubuka Initiative Wir kämpfen für Gerechtigkeit und das Leben: stark, wachsam und im Einklang mit der Erde. Wir sind die Mubuka Initiative und setzen uns kritisch mit den ungleichen Nord-Süd-Beziehungen auseinander. Das Wort „muvuca" trägt in seinem Kern eine Bedeutung, die tief in den indigenen Kulturen verwurzelt ist. Es stammt aus dem Tupi-Sprachstamm, genauer aus der Tupi-Guarani-Familie, vom Ausdruck „mu'buka", der „Versammlung" oder „Zusammenkunft" bedeutet. In seinem ursprünglichen Gebrauch bezeichnete „muvuca" Treffen für kollektive Entscheidungen und symbolisierte einen Raum des Dialogs und der Gemeinschaft. Mubuka steht auch für die ökologische Wiederherstellung degradierter Flächen. Dafür werden Samenmischungen mit unterschiedlichen Lebenszyklen und Funktionen verwendet. Wir, die Mubuka Initiative, übertragen diesen Ansatz und erweitern ihn um die Restaurierung des Lebens, der Gedanken und der Natur. Dafür brauchen wir die Vielfältigkeit, die Pluralität des Lebens und die Diversität der Samen.

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